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Der FT-9 Tour Driver gewinnt den Golf Time Robo-Drivertest 2009

Die Bilanz des aktuellen Drivertests liest sich erneut durchaus beeindruckend: Über 15 Stunden Dauerbeschuss und mehr als 1.000 geschlagene Bälle, verteilt über einen Zeitraum von vier Tagen. Literweise Softdrinks, Unmengen an Snickers, Mars und Twix, nicht zu vergessen Kaffee bis zum Abwinken während der anschließenden, erneut vier Tage dauernden Auswertungsphase. Noch etwas vergessen? Ach ja: Ein halber Tag im Fotostudio und drei Nachtermine wegen verspätet eingetroffener Driver. Doch es hat sich gelohnt – das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: 15 aktuell Drivermodelle der führenden Hersteller wurden vom Miya Shot Robo V auf Herz und Nieren geprüft. Die Performance- Daten wurden dabei vom Track-Man, einem ursprünglich vom Militär und der NASA entwickelten, auf Doppler-Radar basierenden Gerät, ermittelt und per spezieller Software ausgewertet. Aber sehen Sie selbst.

Testbedingungen

Jeden der 15 Drivermodelle ließen wir auf der Anlage des Golf Sport Center München-Land, bei München, mit dem Miya Shot Robo VSchwungroboter 50 Bälle bei einer Schwunggeschwindigkeit von 90 mph(145 km/h) schlagen. Davon zehn mit perfekt „square“ ausgerichtetem Schlägerblatt (Straight), zehn mit 6 Grad geöffnetem Schlägerblatt (Slice) und zehn mit 10 Grad geschlossenem Schlägerblatt (Hook). Hinzu kamen zehn außerhalb des Sweetspots, nahe des Schaftes (Heel) getroffene Schläge sowie zehn weitere, die außerhalb des Sweetspots, nahe der Schlägerspitze (Toe), geschlagen wurden. Damit wurde die Fehlertoleranz der Modelle bei unsauber gespielten Bällen simuliert.

 

Neues Testkriterium

Viel wichtiger als die Länge eines Abschlags ist seine Zielgenauigkeit. Daher haben wir den Fokus auf die Fehlerverzeihung der getesteten Modelle verstärkt: Bis dato wurden „nur“ die Abweichungen bei geslicten, gehookten sowie unsauber getroffenen Bällen im Heel- und Toe-Bereich von der Ideallinie nach rechts und links gemessen. Ab sofort kommt ein zusätzlicher Faktor ins Spiel, bzw. in die Bewertung: Der „Distance Loss“, übersetzt Distanzverlust, bei genau diesen Schlägen. Soll heißen: Jeder beispielsweise geslicte Ball landet nicht nur rechts von der Ideallinie, er bleibt in der Regel auch kürzer, als ein perfekt gerade geschlagener Ball. Daher gibt es nun zwei Bewertungskriterien pro Fehlertoleranz-Kategorie: Einmal die, salopp gesprochen, „rechtslinks“- Abweichung von der Ideallinie und zusätzlich die „zu kurz“-Abweichung von der Gesamtdistanz.

 

Bewertungskategorien

Hier noch ein mal die Kategorien, die mit Punkten bewertet werden, im Überblick:

  • Ball Speed: Die Geschwindigkeit, auf die der Schläger den Ball vom Tee beschleunigt. Hier gilt: Je höher, desto besser.
  • Carry: Die Distanz, die der Ball in der Luft zurücklegt bis zum ersten Auftreffen auf den Boden. Auch hier gilt: Je weiter, desto besser.
  • Gesamtdistanz: Die zurückgelegte Distanz des Balles bis zum absoluten Ruhepunkt. Sie beinhaltet das Carry und den Roll des Balles.
  • Abweichung Straight: Die Abweichung des Balles von der Ideallinie bei perfekt „square“ ausgerichtetem Schlägerblatt.
  • Abweichung Slice (m): Durch das um 6 Grad geöffenete Schlägerblatt wird ein Slice simuliert. Die angegebenen Werte geben die absolute Distanz inklusive Roll an.
  • Abweichung Hook: Das Schlägerblatt wird um 10 Grad geschlossen, um so Hooks zu simulieren.
  • Abweichung Heel: Simulieren unsauber getroffene Bälle nahe des Schaftes.
  • Abweichung Toe (m): Simulieren unsauber getroffene Bälle nahe der Schlagflächen- Spitze.
  • Distanzverlust Slice/Hook/Heel/ Toe: Gibt die Differenz der Schläge zur Gesamtdistanz an.
  • Human Testing: Die Schläger wurden vom Testteam auf der Driving-Range auf Optik, Klang, Feedback und allgemeine Performance geprüft.

Praktische Anwendung

In den Fehlertoleranz Kategorien, bei denen zwei Werte gelistet sind, bezieht sich der erste auf die Abweichung in Metern nach links oder rechts von der Ideallinie und der zweite auf die Differenz zur Gesamtdistanz. Ein Minus vor einem Wert bedeutet dabei die Abweichung nach links, Zahlen ohne Minus die Abweichung nach rechts. Konkret am Beispiel „Abweichung/Distanzverlust Hook“: Der erste Wert (-18,1) gibt an, dass der Ball 18,1 Meter links von der Ideallinie zur Ruhe kam. Der zweite Wert (4,2) zeigt, dass der Ball 4,2 Meter kürzer als die Gesamtdistanz zur Ruhe kam.

Auswertung

Zur Ermittlung der Punkte wurden die Schläger in den einzelnen Kategorien in Ranglisten gebracht und mit Punkten versehen. Dabei erhielt der beste Schläger in beispielsweise der Klasse bis 299 Euro (5 Modelle) fünf Punkte, der Zweitplatzierte 4, und so weiter. In beispielsweise der Klasse ab 350 Euro (6 Modelle) erhielt der Beste sechs Punkte pro Kategorie, der Zweite fünf, und so weiter. Zur einfacheren Darstellung wurden die bewerteten Daten zudem, gemäß der erzielten Punktzahl, farblich hervorgehoben. Beachten Sie hierfür auch die „Legende“ am unteren linken Heftrand. Ein Stern vor einer Zahl deutet drauf hin, dass dieser Wert der beste des gesamten Test in dieser Kategorie darstellt.

 

Auszeichnungen

Der oder – bei Punktegleichstand – die Testsieger in jeder Kategorie sind durch eine Medaille gekennzeichnet. Für die Ermittlunng des „Editor’s Choice“ wurden alle 15 Modelle, unabhängig vom empfohlenen Verkaufspreis, in einen Topf geworfen und auch hier wiederum nach dem gleichen Verfahren wie schon zuvor in den einzelnen Kategorien mit Punkten versehen. Noch Fragen? Dann senden Sie eine E-Mail an This e-mail address is being protected from spambots, you need JavaScript enabled to view it